Fahrt des Bremer Imkerverein von 1875 nach Würzburg
Vom 17.Juli bis zum 20. Juli 2008
Am Donnerstag, dem 17. Juli 2008 startete die jährliche Imkerreise.
Das Ziel war in diesem Jahr die schöne fränkische Stadt Würzburg.
Der Bus fuhr uns bequem, dank des erfahrenen Fahrers Jochen.Es
ging über die A 1, A 7 bis zu Abfahrt Bad Brückenau/ Motten.
Dort nahmen wir im Gasthaus Biber in Motten den 1. Kontakt zur schmackhaften, bayrischen Küche auf.
Bei schönem Wetter fuhren wir anschließend durch das fränkische Land, dass unglücklicherweise durch die Einmischung eines gewissen Herrn Napoleon Bonnaparte, seitdem zum Freistaat Bayern gehört.
Vorbei an Weinbergen, entlang am Main, großen Getreidefeldern und vielen Weinstuben trafen wir gegen 17.30 Uhr im Hotel in Margetshöchheim ein.
Die erste Verabredung hatten wir bereits um 19.00 Uhr in Würzburg. Dort wartete bereits der Würzburger Nachtwächter auf die Bremer Imkerdelegation.
Durch Blasen seines Hornes und unter Absingen des bekannten Nachtwächterliedes führte er uns humorvoll durch die Innenstadt von Würzburg. Wir erfuhren, dass Würzburg im 2. Weltkrieg teilweise bis zu 90 % zerstört wurde.
Der Bildhauer Tilmann Riemenschneider ist Würzburger und uns wurde sein Wohnhaus gezeigt. Würzburg besitzt heute noch 40 Kirchen. Nach Aussage des Nachtwächters sollen die Kirchturmglocken sich untereinander verständigen. Zur allgemeinen Freude hat der launige Nachtwächter uns eine Kostprobe a cappella zukommen lassen, wie diese Unterhaltung funktioniert.
Nach der Führung gab es Dämmerschoppen und Abendbrotessen in den Bürgerspitalweinstuben.
Der 1. Test fränkischer Weine wurde mit „gut“ bestanden.
Um 08.00 Uhr am nächsten Tag standen alle Teilnehmer frisch geduscht und gut gefrühstückt bereit um mit dem Bus nach Veitshöchheim zur Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) zu fahren. In der LWG in Veitshöchheim wird für Winzer, Gärtner geforscht. Die Landesanstalt informiert und berät Fachbetriebe. Sie bilden Meister und Techniker in den genannten Sparten aus. Wir wurden von Herrn Bätz mit viel fachlicher Kompetenz durch den Bereich Wein und Gartenbau geführt. Von dieser Führung hat jeder Teilnehmer für seinen gärtnerischen Bereich ein wenig Fachwissen mitnehmen können. Anschließend erwartete uns Frau Dr. Friedgard Schaper, die Leiterin der LWG. Den Bremer Imkern ist Frau Dr. Schaper durch imkerliche Fachvorträge gut bekannt. Frau Dr. Schaper lies es sich nicht nehmen, die Bremer Gruppe, durch das Fachzentrum für Bienen zu führen. Sie machte uns darauf aufmerksam, das jährlich am 1. Sonntag im Juli die LWG einen Tag der offenen Tür veranstaltet, da kann jeder kommen der Interesse hat. Ferner machte sie auf Fortbildung und die Internetseite ihres Instituts aufmerksam. Nach einem schmackhaften Mittagessen in der Mensa der LWG, fuhren wir zum Biozentrum der Universität Würzburg zur Bee-Group. Der Imkermeister, Herrn Ahrens-Lagast führte uns, und Herr Meyer erläuterte seine neuesten Forschungsprojekte.

Nach soviel Information war die Gruppe ziemlich geschafft! Nach einer ausgiebigen Pause konnten alle zu neuen Ufern aufbrechen. Unser Busfahrer transportierte uns zur Residenz in Würzburg, dort erwartete uns eine Führung durch den historischen Weinkeller mit anschliessender Weinprobe und einer bayrischen Brotzeit.
Herr Napoleon, hat diesen Weinkeller als “schönsten Pfarrhof“ bezeichnet. Da hat der Mann Recht gehabt, kann ich nur bestätigen! Bei der Weinprobe erfuhren wir, dass in Würzburg, nicht wie in Bremen der Wein getrunken, sondern „gefetzt“ wird. Wir haben uns alle sehr bemüht, den Wein tüchtig zu fetzen. In fröhlicher und ausgelassener Stimmung verliessen wir diesen süffigen Ort.
Der 2. fränkische Weintest wurde mit dem Ergebnis „sehr gut“ abgeschlossen!
Sonnabend war der Kultur vorbehalten. Um 10.00 Uhr Führung durch die schöne und sehenswerte Residenz. Anschliessend Stadtführung. Nach dem Mittagessen fuhren wir gemeinsam mit der Stadtführerin nach Volkach. Auf dem Weg haben wir uns das fränkische Weinland, die Vogelsburg, ein bis zum heutigen Tag aktives Damenkloster (von oben ein toller Blick auf die Mainschleife), angesehen.
Besichtigung der Wallfahrtskirche Maria in Weingarten mit dem berühmten geschnitzten Altarbild „Maria im Rosenkranz“ von Tilmann Riemenschneider.
Dann Volkach, die kleine mittelalterliche Stadt mit den bekannten Stadttoren. Nach einem Spaziergang und einem Kaffee fuhren wir zurück in unser Hotel.
Der Abschiedsabend begann mit dem Abendessen im Hotel. Anschließend besuchten uns, freundlicherweise einige der hiesigen Imker aus der Umgebung. Das war für alle Teilnehmer sehr aufschlussreich. Tipps und Erfahrungen wurden ausgetauscht. Wir stellten dabei fest, dass die Imker in Franken/Bayern alle in einem sehr viel größeren Stil imkern als wir es in Bremen tun. 100 bis 200 Bienenvölker zu führen ist dort keine Ausnahme.
Am Sonntag um 10.00 Uhr Abfahrt mit dem Bus Richtung Bremen.
Ohne jeden Stau und nach einer ausgiebigen Mittagspause bei Göttingen sind wir alle gesund und munter wieder in Bremen angekommen.
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Da wären:
Herrn Klaus Roth, Vorsitzender Imkerverein Marktheitwitz, er hat das Programm in Würzburg zusammen gestellt.
Herrn Dieter Rudolph Vorsitzender Imkerverein Bremen von 1875 e.V., die Organisation (Bus und viel mehr) war reine Chefsache.
Herr Johannes Helmke, für die Bürokratie.
Herr Jochen, Busfahrer perfekte Fahrkünste und Betreuung.
Rosemarie Lindemann, Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit IV Bremen von 1875 e.V.

Besuche lohnen sich
Last Update 1.05.2012