Warum ist es am Rhein so schön?

Anfang Juli ging die diesjährige Sommerfahrt des Imkervereins nach Koblenz zur Bundesgartenschau.

Bei bestem Sommerwetter  fuhr der Bus um 07.30 Uhr in Oberneuland ab. Pünktlich um  08.00 Uhr stiegen noch  Mitreisende am  ZOB  Bremen in den Bus ein. Dann ging es los – Richtung Rheinland. Mit den dazugehörigen Pausen erreichten wir am Nachmittag den Deutschen Imker Bund in Wachtberg/Villingen.  Dieter Rudolph hatte die Gruppe zu einem Besuch des DIB angemeldet. Bonn2

Frau Petra Friedrich erwartete die Besucher aus Bremen. Sie führte uns durch das ganze Haus und erläuterte uns die Aufgaben des DIB. Bonn3

Gegen 17.00 Uhr erreichten wir dann Mayen, unseren Zielort. Mayen ist ein kleines Städtchen in der Eifel mit  20.000 Einwohner und einer 3000 jährigen Geschichte. Die Stadtrechte wurde Mayen im Jahre 1291 durch Rudolf von Habsburg verliehen. In diesem kleinen Eifelstädtchen waren wir von dem großen Marktplatz mit seinem Brunnen und dem alten Rathaus überrascht. Die Genovevaburg und das Wahrzeichen der Stadt, der schiefe Turm der Clemenskirche, gehören zum Stadtbild. Auf dem Burgberg finden jährliche Burgfestspiele statt. In diesem Jahr ist der Schauspieler Mario Adorf Pate der Burgfestspiele. Als ehemaliger Bürger der Stadt fühlt er sich dem Ort verbunden.

Die Entfernung von Mayen nach Koblenz betragen 25 km. Ein idealer Standort für unsere Reisegruppe! Nachdem jeder sein Zimmer  bezogen hatte,  zogen einige gleich los, um Mayen zu besichtigen.  Die Gruppe traf sich später im Restaurant Römer zum Abendessen. Nach einem vorzüglichen Abendessen gingen alle Reiseteilnehmer zufrieden zum schlafen in ihre Hotels.

Am nächsten Morgen fuhren wir um 09.30 Uhr mit dem Bus zur Bundesgartenschau nach Koblenz. Zunächst ging  es mit dem Bus über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein. Auf dem Gelände vor der Festung beginnt die BuGa. Die Ausstellungsflächen der BuGa befinden sich an drei Orten. Die Festung sowie um die Festung Ehrenbreitstein herum, beim Kurfürstlichen Schloß und der Blumenhof am Deutschen Eck.  Die Veranstalter haben für vielfältiges Angebot gesorgt, die auf der BuGa  thematisiert werden. Je nach Jahreszeit werden jedem Besuch
BUGA
er unterschiedliche Themen angeboten.  Die BuGa findet in diesem Jahr vom 15. April bis zum 16. Oktober 2011 statt.

Der Reisegruppe war klar, dass sie besonders auf die Präsentation der Imker, die auf der Ausstellung  vertreten sind, achten wollten. Der Vorsitzender D. Rudolph hatte bereits frühzeitig, mit Herrn Schmidt, dem Vorsitzender des IV Kastellaun Kontakt, aufgenommen. Der führte uns zunächst zu einer begehbaren Aussichtsplattform. Diese Plattform

IV

behandelt das Thema “Deutscher Wald im Wandel“. In Schaukästen wird, hierüber viel Wissenswertes zum Wald ausgesagt. Wenn die Gäste den höchsten Punkt der Aussichtsplattform erreicht haben, bietet sich dem Betrachter ein atemberaubender Ausblick auf das Deutsche Eck und seine Umgebung. Dieser grandiose  Ausblick  beeindruckte alle.

Nachdem wir uns die Präsentation der Imker angesehen haben, konnte sich jeder die BuGa nach eigenen Vorstellungen gestalten. Am frühen Nachmittag fuhren wir mit der Seilbahn, die speziell zu diesem Anlass gebaut wurde, von der Festung in einer Gondel über den Rhein zum Deutschen Eck. Zu Fuß  ging es zum Kurfürstlichen Schloss wo weitere Stationen der BuGa zu besichtigen sind. Schloss

Nach kurzer Stadtrundfahrt  fand ein gemeinsames Abendessen im Weinhof, direkt an der Rheinpromenade in Koblenz statt.  Geschafft von einem erlebnisreichen Tag konnten alle in dieser Nacht gut schlafen.

Am darauf folgenden Tag fing das Tagesprogramm erst um 10.30 Uhr an. Mit dem Bus gings zur Benediktinerabtei Maria Laach, am Laacher See. Mayen und Maria Laach liegen nur wenige Kilometer auseinander. Wir hatten Zeit, uns die Abtei anzusehen.

Die Benediktinermönche scheinen ihr Handwerk gut zu verstehen, ihre Geschäftsidee funktioniert offensichtlich hervorragend. Der Wahlspruch der Benediktiner lautet: “ora et labora“, bete und arbeite. Nach diesem Gebot der Mönche, arbeiten und beten sie erfolgreich seit 900 Jahren in der Abtei. Für mich ist  interessant zu sehen, welch schöne Orte die Mönche ausgesucht haben um sich dort  niederzulassen. Durch ihre aufopferungsvolle Arbeit entstanden im Laufe der Zeit herrliche Refugien. Erwähnenswert ist, dass sich Konrad Adenauer, der 1. Bundeskanzler nach dem 2. Weltkrieg, in der Abtei  vor den Nazis versteckt hat.  Außerdem wurde dort später der Film „Der Name der Rose“ nach dem Roman von U. Ecco, mit Sean Connery, gedreht.  Kloster

Der Laacher See ist vulkanischen Ursprungs, was in der Eifel nicht ungewöhnlich ist, da es in der Umgebung viele Seen, die sogenannten Maare gibt. Daher der Ausdruck Vulkaneifel. Faszinierend  wie je nach Sonneneinstrahlung  die Farben des Wassers wechseln von ganz dunkel bis zu hell Türkis.

Nachmittags hatten wir eine Verabredung im Hunsrück. Herr Schmidt, der Vorsitzende des IV Kastellaun hatte uns eingeladen. Als wir in Mannebach ankamen erwarteten uns bereits Mitglieder des IV. Die Frauen hatten für uns frischen Kuchen gebacken. Vor dem Kaffeetrinken machten wir einen Rundgang durch das Dorf. „Jungimker“, Friedemann Weigel hat sich in dem Dorf einen alten Hunsrücker Hof gekauft. Seitdem er diesen Hof besitzt, hat er nicht nur viel Arbeit mit seinem Hof, seitdem imkert  er mit Leidenschaft.  Besonderes Interesse hat er an bienenfreundlichen Pflanzen. Er  hat eine große Fläche, seiner insgesamt 8 ha, mit diesen Pflanzen angebaut. Die Imkerei ist für Herrn Weigel wichtig, da sie ein gesunder Ausgleich zu seinem hektischen Beruf ist. „Bei der Durchsicht seiner Völker könnte er sich entspannen“, teilte Herr  Weigel mit. Hunsrück

Auffällig für uns waren im Dorf die riesigen Kirschbäume. Die wuchsen in großer Anzahl am Straßenrand und trugen dicke Kirschen, die gar nicht abgepflückt wurden, weil es so viel davon gab. Die Kirschen schmeckten köstlich!  Nach dem Rundgang, gab es Kaffee und den selbstgebackenen Kuchen. Mit Wehmut verabschiedeten wir uns nach diesem gastfreundlichen Nachmittag

. Kirschbaum

Inzwischen war uns klar, warum es am Rhein so schön ist! Es ist diese, abwechslungsreiche Landschaft mit seinen Flüssen Rhein, Mosel, Ahr,  die Landschaft der Eifel und des Hunsrücks. Der Weinanbau und das milde  Klima  sie sind vermutlich der Grund warum sich schon die Römer dort wohlgefühlt haben! Auch unsere Reisegruppe unterlag dem Charme der Landschaft und fühlte sich wohl! Fußball

In Deutschland fand in der Zeit die Frauenfußball Weltmeisterschaft statt. Deshalb machten wir am Abend „Public Viewing“.  Die Deutsche Frauennationalmannschaft spielte gegen Japan und verlor! Damit endeten viele Träume der Deutschen. Die Japanerinnen kämpften mit großen Einsatz für ihren Sieg.  Wir freuten uns über den Erfolg von Japan.  Durch diesen Sieg wurden die Japanerinnen zum Wunschfavoriten der WM!

 

Ein Erholungstag! Der Busfahrer brachte uns rechtzeitig nach Koblenz zum Schiffsanleger. Um 10.00 Uhr  startete eine ganztägige Schiffsreise auf der Mosel. Geruhsam, mit intensiver Sonneneinstrahlung ging es an berühmten Weinbergen vorbei. Dreimal musste das Schiff  schleusen, bis zu 10 m Höhenunterschied jeweils überwunden werden bevor wir am Nachmittag, mit dem Schiff, in Cochem an der Mosel anlegten.

 

Viel zu schnell brach der Tag der Heimreise an. Bereits um 09.00 Uhr wurden wir abgeholt. Als letzter Termin, war ein Besuch im Bieneninstitut Mayen angesetzt. Das Bieneninstitut besteht bereits seit 1918 und ist bundesweit als Fachzentrum für Bienenkunde, unter der Leitung von Herrn Dr. Christoph Otten, anerkannt. Dr. Otten hatte es sich nicht nehmen lassen, uns persönlich durch das Institut zu führen. Seine Informationen waren für Imker aufsch Mayen1lussreich und interessant. Mayen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegen 11.00 Uhr traten wir die Rückreise nach Bremen an, wo wir ohne Staus gegen 17.30 Uhr ankamen.  Die Teilnehmer waren davon überzeugt, dass die Reise bei jedem unvergessliche Eindrücke hinterlassen hatte. D. Rudolph hatte eine abwechslungsreiche Reise zusammengestellt. Für die gute Vorbereitung und Planung der Reise, erhielt er von Allen Dank.

Einigkeit bestand bei den Reisenden darin, dass sie wieder „dabei“ sein möchten wenn eine neue Reise geplant ist.

Ein Dankeschön an den Busfahrer, der uns mit dem riesigen Bus überall pünktlich abholte. Der unsere Wünsche berücksichtigte und der uns sicher zurück nach Bremen fuhr.

Rosemarie Lindemann, Öffentlichkeitsarbeit IV Bremen von 1875 e.V.
Bilder von Horst und Heiner Wolfrum

 

Sommerfahrt nach Mayen in der Eifel

Fahrten des IV 2011

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Besuche lohnen sich

Last Update 1.05.2012

Impressum

Die diesjährige
Sommerfahrt
des Imkervereins
am 30.06.2012
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