Anbauverbot für MON-810-Mais zulässig
-Deutsches Bienenjornal 4/2009--
Mitgliedstaaten der Europäischen Union dürfen Anbauverbote für gentechnisch veränderten Mais der Sorte MQN S10 aussprechen. Die EU-Umweltminister stimmten Anfang März in Brüssel gegen einen Vorschlag der EU-Kommission, solche Verbote in Österreich und Ungarn zu kippen.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel stimmte ebenfalls für die Zulässigkeit der Anbauverbote. Er habe damit Bundeslandwirtschafts- ministerin Ilse Aigner, die zurzeit ein Verbot für Deutschland prüfen lässt, Spielraum verschaffen wollen, erklärte Gabriel. Aigner hatte Ende Februar in einem Interview mit der Berliner Zeitung erklärt, die Grüne Gentechnik bringe den Menschen hierzulande keinen erkennbaren Nutzen und werde von Verbrauchern und Landwirten abgelehnt. ..Wir suchen nach einer Lösung, die es einzelnen Regionen oder Bundesländern ermöglicht, sich auf freiwilliger Basis zur gentechnikfreien Zone zu erklären", sagte Aigner
Ferner wolle sie überprüfen, ob Produzent Monsanto die Monitoring Auflagen einhält. Sei das nicht der Fall, wolle sie den Anbau verbieten.
Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner prüft zurzeit ein Anbauverbot im gesamten Bundesland Bayern, Er wird darin vom Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, unterstützt, der sich ebenfalls für ein Anbauverbot in Bayern aussprach.
Außer Österreich und Ungarn haben bereits Frankreich und Griechenland nationale Anbauverbote erlassen. Umweltverbände mahnen zu einer schnellen Entscheidung in Deutschland, bevor die Aussaat beginnt. Insgesamt sind die Anmeldezahlen für den gentechnisch veränderten Mais im Jahr 2009 deutschlandweit erstmals seit der Zulassung zurückgegangen: Im Standortregister waren Anfang März etwa 3.600 ha eingetragen, während zur gleichen Zeit im Vorjahr 4.500 ha angemeldet waren. Bec
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Last Update 1.05.2012