{"id":121,"date":"2016-03-15T23:35:48","date_gmt":"2016-03-15T22:35:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bremer-imker.de\/bremer-imkerverein\/?page_id=121"},"modified":"2016-03-15T23:35:48","modified_gmt":"2016-03-15T22:35:48","slug":"bienenwachs","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bremer-imker.de\/bremer-imkerverein\/bienenwachs\/","title":{"rendered":"Bienenwachs"},"content":{"rendered":"<h2><span style=\"color: #008000;\">Bienenwachs &#8211; Das Baumaterial f\u00fcr die Bienenwaben<\/span><\/h2>\n<p>Die einzelnen Zellen der Waben sind pr\u00e4zise sechseckig geformt, eine ideale Raumausnutzung. Sie dienen dem Bienenvolk als Vorratsbeh\u00e4lter f\u00fcr Honig und Pollen, aber auch zur Aufzucht ihrer Brut. Haben die Bienen in ihrem kurzen Lebenslauf ein bestimmtes Lebensalter erreicht, so schwitzen sie aus 4 paarigen Wachsdr\u00fcsen an der Unterseite ihres Hinterleibes kleine Wachsschuppen aus. Diese sind wei\u00df und von Natur aus spr\u00f6de. Erst durch Zerkauen und Zugabe von Mundsekreten werden die Wachssch\u00fcppchen zu Waben formbar.<\/p>\n<p>Chemisch gesehen ist Wachs eine fettartige Substanz, die vorwiegend aus Cerin und Myrizin besteht. Au\u00dferdem enth\u00e4lt es Duftstoffe, \u00d6le und \u2013 das ist besonders wichtig f\u00fcr seine medizinische Wirksamkeit \u2013 bis zu 10% Kittharz. Kittharz oder Propolis (s. auch sp\u00e4teres Kapitel) wird von den Bienen von Baumknospen gesammelt, mit k\u00f6rpereigenen Wirkstoffen versetzt und in geringer Menge dem Wachs beigemengt. Es enth\u00e4lt hochwirksame Substanzen gegen Viren, Bakterien und Pilze.<\/p>\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden eignet sich Bienenwachs hervorragend zur nat\u00fcrlichen und umweltschonenden Konservierung von Holz (M\u00f6belpolituren) und Anstrichen. Die alten \u00c4gypter haben damit ihre Wandmalereien konserviert, sodass diese heute noch so farbenfroh strahlen wie vor 3000 Jahren. Die gelbliche Farbe des naturbelassenen Bienenwachses ist durch Pollen\u00f6le bedingt. Sie stammen aus der Zellwand der Pollenk\u00f6rner und sind wie das Kittharz antibakteriell wirksam.<\/p>\n<p>Die Jahresproduktion eines Bienenvolkes an Wachs betr\u00e4gt in Abh\u00e4ngigkeit vom Nektarangebot ungef\u00e4hr 500 Gramm. Dazu m\u00fcssen die Bienen das Vierfache an Honig verzehren, auch deshalb ist es so wertvoll.<\/p>\n<p>Der Imker gewinnt es vorwiegend durch Ausschmelzen aus alten Waben, aber auch aus unerw\u00fcnschtem Neubau (Drohnenbau) durch Ausschmelzen. Einen Teil davon gibt er dem Bienenvolk zur\u00fcck in Form von Mittelw\u00e4nden (vorgepr\u00e4gte d\u00fcnne Wachsplatten), die den Bienen den Bau neuer Waben erleichtern. In fr\u00fcheren Zeiten wurde viel Wachs zur Herstellung von Kerzen ben\u00f6tigt. Denn die F\u00fcrstenh\u00e4user und Kirchen wurden ganz \u00fcberwiegend von Wachskerzen beleuchtet. Deshalb waren die Imker im Mittelalter, die Zeidler, hoch angesehen und mit besonderen Privilegien ausgestattet, beispielsweise durften sie Waffen tragen und besa\u00dfen eine eigene Gerichtsbarkeit.<\/p>\n<p>Doch auch im Zeitalter der Elektrizit\u00e4t genie\u00dft man noch den wunderbaren Duft und die Atmosph\u00e4re, die eine echte Bienenwachskerze ausstr\u00f6mt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bienenwachs &#8211; Das Baumaterial f\u00fcr die Bienenwaben Die einzelnen Zellen der Waben sind pr\u00e4zise sechseckig geformt, eine ideale Raumausnutzung. Sie dienen dem Bienenvolk als Vorratsbeh\u00e4lter f\u00fcr Honig und Pollen, aber auch zur Aufzucht ihrer Brut. 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