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Honig – Die Gesundheit im Glas

Honig-Diagramm

Honig-Diagramm

Die fleißigen Honigproduzentinnen sammeln Blütennektar oder Honigtau und verarbeiten diese Naturprodukte durch Zugabe von Drüsensekreten und durch Wasserentzug zu Honig. Er wird in den Wachszellen der Bienenwaben gelagert und mit einem dünnen Wachsdeckelchen verschlossen. Honig dient dem Bienenvolk als Nahrung und als Heizmaterial im Winter.

Seine Hauptbestandteile sind Kohlenhydrate, vorwiegend sind dies Traubenzucker und Fruchtzucker.

Traubenzucker, auch Glucose oder Dextrose genannt, ist in unserem Blut bereits in einer mittleren Konzentration von 1g/l vorhanden. Er ist von den inneren Organen und von der Muskulatur sofort verwertbar zur Energiegewinnung. In höherer Konzentration wirkt Traubenzucker bakterientötend.

Fruchtzucker oder Fructose kann von unserm Körper ebenfalls leicht aufgenommen werden, jedoch deutlich langsamer als Traubenzucker. Fruchtzucker wird im Körper insulinunabhängig abgebaut, er belastet deshalb den Zuckerstoffwechsel des Körpers weniger als Traubenzucker und wird deshalb auch von Diabetikern besser toleriert.

Honig ist reich an Mineralstoffen. Blütenhonig enthält davon bis zu 0,5%, Heide- und Blatthonige sogar bis zu 1%. Es sind Stoffe, die auch in unserem Körper eine wichtige Rolle spielen: Kalium, Natrium, Magnesium, Calcium und Phosphor sowie zahlreiche Spurenelemente, wie Eisen, Kupfer, Chrom, Mangan, Kobalt.

Weitere für unsere Gesundheit wertvolle Honigbestandteile sind die Fermente.

Die Invertase wandelt den im Nektar reichlich enthaltenen Rohrzucker um in Traubenzucker und Fruchtzucker. Die Diastasen des Honigs bauen Stärke ab zu Dextrinen und Maltose. Die Aufnahme dieser Fermente mit dem Honig kann somit auch beim Menschen die Verdauungstätigkeit unterstützen.

Die sog. Inhibine im Honig wirken auch noch in kleinster Dosis keimtötend.

Es gibt aber im Honig aminosäureähnliche Stickstoffverbindungen, die im menschlichen Organismus trotz geringer Quantität große Wirkungen entfalten, und zwar das Cholin und das Acetylcholin. Cholin wird von unseren Körperorganen nicht selbst hergestellt, muß also mit der Nahrung aufgenommen werden. Es hat eine Bedeutung im Zuckerstoffwechsel, besonders wichtig aber ist seine Funktion im Fettstoffwechsel der Leber. Das Acetylcholin fungiert in unserem Körper als Neurotransmitter. Es führt zu Blutgefäßerweiterung, (auch der Herzkranzgefäße), Blutdrucksenkung und zu einer Verlangsamung des Pulsschlages.

Der gesundheitliche Wert des Honigs

Schon seit Menschengedenken wird Honig nicht nur wegen seines Wohlgeschmacks, sondern auch zu Heilzwecken verwendet. Durch seinen hohen Anteil an Trauben- und Fruchtzucker stellt er für den menschlichen Körper einen hochwertigen Energielieferanten dar. Diese Zuckerarten gehen nach ihrer Aufnahme ohne weiteren Energieaufwand in das Blut über. Deshalb wird Honig gern von Sportlern, chronisch Kranken, Rekonvaleszenten und körperlich geschwächten Menschen genommen. Bei den Mineralstoffen dient der Anteil an phosphorsaurem Kalk dem zum Aufbau von Knochen und Zähnen; das Eisen zur Blutbildung.