Sperrbezirk eingerichtet und nun?

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Vielen in unserem Verein ist es bisher erspart geblieben, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Jetzt ist dies nötig und wir möchten versuchen, die Amtliche Bekanntgabe verständlicher darzustellen:

  • Bienenstände in den betroffenen Gebieten sind zu melden, unter Angabe von; Ort und Anzahl der Völker. Dies gilt auch wenn die Stände bereits gemeldet sind!! Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst des Landes Bremen, Lötzener Str. 3, 28207 Bremen, Tel. 361 4035 oder elke.gronau@lmtvet.bremen.de Es wird dann in den nächsten Wochen eine Futterkranzprobe durch eine vom Amt bestellte Person genommen.
  • Darf ich meinen Honig ernten? Ja. Aber auf keinen Fall an Bienen verfüttern! Es dürfen keine Bienen oder Brut aus den Sperrbezirken verstellt werden. Wachs, welches in die Weiterverarbeitung gegeben wird ist als Seuchenwachs zu kennzeichnen. Es darf keine eigene Wachsverarbeitung zu Mittelwänden erfolgen!
  • Wie ist es mit Völkern, die ich besitze, die momentan außerhalb des Sperrgebiets stehen, darf ich die jetzt tatsächlich nicht “nach Hause” holen? Richtig, Ausnahmen nur mit Genehmigung des Amtes.
  • Worauf muss ich jetzt konkret verstärkt bei meinen Völkern und beim Umgang mit ihnen achten? Die Zelldeckel der Brut sollen nach oben gewölbt, nicht löchrig und nicht verfärbt sein. Ein löchriges Brutnest kann auf Faulbrut hinweisen – es tritt aber auch auf bei: alter Königin, Kalkbrut oder Eintrag von Nektar/Honig ins Brutnest!

Das Foto (von Dr. Friedrich Pohl) zeigt erkrankte Brut mit fadenziehender Masse und in leeren Zellen schwarze Faulbrutschorfe (Hinweis: auch bei Erregertyp ERIC II gefunden!).
  • Was kann ich noch vorbeugend tun? Wabenerneuerung in Brut- und Honigraum ist die beste Vorsorge im Bienenvolk! In der Lindentracht werden noch Mittelwände ausgebaut. Im Sperrbezirk eingefangene Schwärme sollten unbedingt einer Hungerphase (Dunkelhaft/Kellerhaft) unterzogen werden. Der Schwarm braucht sein Futter auf, die Bienen putzen sich gegenseitig und verdünnen evtl. vorhandene Sporen.

Die oben genannten Punkte und Hinweise hat Marten Carstensen zusammen gestellt und mit Dr. Friedrich Pohl (LMTVet) abgesprochen.